Wunschkandidat für Viele: Joachim Gauck wird voraussichtlicher neuer Bundespräsident

19 Feb

Es  bewege ihn sehr, dass ein Mensch „der noch im finsteren, dunklen Krieg geboren sei und 50 Jahre in einer Diktatur gelebt hat“, der die Arbeit für die Wiedervereinigung erlebt hat, dass ein solcher Mensch an die Spitze des Staates gerufen werde. „Die Vorschusslorbeeren möchte ich erst verdienen“, ergänzte Joachim Gauck gegen 21.30 Uhr gestern abend bei einer Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Spitzenvertretern der vier Parteien, CDU, CSU, FDP und Grüne. In den Gesichtern von Bundeskanzlerin Angela Merkel und denen der versammelten Spitzenpolitiker zeigten sich Freude und Erleichterung. CDU und FDP hatten sich offenbar in dramatischen Verhandlungen geeinigt, Joachim Gauck, den Wunschkandidaten von SPD und Grünen, zur Wahl zum Bundespräsidenten zu nominieren.  Damit ist die Mehrheit für die Wahl von Jochim Gauck zum Bundespräsidenten in der Bundesversammlung gesichert. Eine Entscheidung für Freiheit und Demokratie, das war der gemeinsame Grundtenor aller Politikererklärungen.

Was ihm unglaublich geholfen habe, erkärte Joachim Gauck, dass sich bei dieser Entscheidung alle zusammengefunden hätten und, so fügte er hinzu, dass ihm Bundeskanzlerin Merkel versichert habe, dass sie ihm auch vor dieser Nominierung  Hochachtung und Zuneigung entgegengebracht habe. Das Wichtigste sei, so Gauck weiter, dass ihm Vertrauen entgegengebracht worden sei. Wichtig für die Zukunft sei ihm vor allem, dass die Menschen „dieses Land wieder lieben lernten“, ein Land, in dem sie die “ wunderbare Möglichkeit“ hätten, ein erfülltes Leben zu leben und die Freiheit, zu etwas und für etwas zu leben: „das nennt man Verantwortung“. Er wolle sich dafür einsetzen, dass die Menschen wieder verloren gegangenes Vertrauen gewinnen und Kraft, wieder die „Haltung von Verantwortung anzunehmen und nicht nur als Zuschauer und kritische Begleiter der öffentlichen Dinge herumzustehen“.

Im übrigen habe ihn die Nachricht im Taxi überrascht und er habe noch nicht einmal die Zeit gehabt, sich zu waschen. Er werde weiter als „reisender Politiklehrer unterwegs sein“. Er sei kein „Supermann“ und kein fehlerloser Mensch. Er fühle sich geehrt, und werde sicher irgendwann spät in der Nacht auch beglückt sein, im Moment sei er aber mehr „verwirrt“, erklärte Joachim Gauck.

Der Entscheidung für Joachim Gauck soll  innerhalb der Regierungskoaltion eine heftige Auseinandersetzung vorausgegangen sein.  Die FDP habe, so wurde berichtet, auf der Nominierung von Joachim Gauck bestanden und den Bruch der Koalition angekündigt, sollte es nicht zu dieser Nomnierung von Joachim Gauck kommen.

„Ein Wunder namens Gauck!“,

so der Titel der Sueddeutschen zur Nominierung:http://www.sueddeutsche.de/politik/wulff-nachfolge-merkel-gauck-soll-bundespraesident-werden-1.1288295

Und die FAZ schreibt: „Joachim Gauck steht für die unbestechliche, der Wahrheit, aber niemals dem Rachebedürfnis verpflichtete Aufarbeitung des Unrechts in der DDR. Die Freiheit ist sein existenzielles Anliegen“….Mehr über Gauck in: „Ein linker, liberaler Konservativer“: „http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/joachim-gauck-ein-linker-liberaler-konservativer-11655777.html

Kirschblog freut sich und gratuliert Joachim Gauck zur Nominierung und den Politikern zu dieser Entscheidung.

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